Montag, 11. Dezember 2006
30 Jahre lang hatte die alte Sporthalle gehalten, jetzt musste sie
renoviert werden. Das erste Heimspiel in der gerade fertig gestellten
Halle können wir prompt gewinnen. Lag es daran, dass Klara wegen ihres
Kopftreffers eines verirrten Handballs auf der Tribüne saß und nicht am
Zeitnehmertisch? Harmi hatte Klara gebeten, dass sie ihm Rückmeldung
geben solle, wenn er zu laut sei, zu viel schimpfe, usw.
Klara: „Man hört dich auf der Tribüne sehr gut. Du bist die ganze Zeit
voll dabei. Die Mädels können ja kaum mal einen Angriff spielen, ohne
dass du rein rufst. Ich hatte zwischendurch die Vision, dass du
zwischen den Mädels auf dem Feld stehst und mitspielst.“
Harmi: „Habe ich denn gut gespielt? Könnte die Vision auch eventuell von deinem Kopftreffer herkommen?“
Klara: „Nee, den hab ich gut überstanden. Nächstes Mal muss ich aber
wieder unten sitzen. Heinz will nicht mehr neben mir auf der Tribüne
sitzen, der hat schon blaue Flecken, weil ich beim Spiel so
mitgefiebert habe.“
Harmi: „OK, nächste Woche darfst du dann Zeitnehmer machen.
"Immer schön geschmeidig" vollständig lesen
Freitag, 1. Dezember 2006
Heimsieg
Erstes Spiel in der frisch renovierten, altehrwürdigen Halle. Da wollen
wir natürlich gewinnen. Alle Spielerinnen an Bord, unser Gegner hat
auch erst zwei Spiele gewinnen können, da muss doch was zu machen sein.
Die renovierte Halle kennen wir, weil wir schon mehrmals darin
trainieren durften. Die neue Uhr und Spielstandsanzeige durfte Harmi
schon zweimal bei Spielen seiner alten Weggefährten aus der „Dritten“
bedienen. Also erfolgt heute mal eine Einweisung an Klara. Während die
Mädels sich warm machen, zeigt Harmi seiner drittbesten Freundin, wie
man Tore verstellt, Time – Out drückt, usw. Dann passiert es. Hanni und
Nanni spielen sich den Ball zu. Hannis Granate quer durch die Halle
verfehlt ihr Ziel und wird somit „unfangbar“ für Nanni. Als Klara
gerade ein Tor für die Heimmannschaft eingeben will, bekommt sie den
Ball platt vor die Stirn geballert. Treffer, versenkt! Harmi läuft es
eiskalt den Rücken runter. Das dürfte für eine satte
Gehirnerschütterung, wie er sie kürzlich selbst noch hatte, ausreichen.
Also volles Programm, Rettungswagen, Notarzt, usw. Harmi kennt sich
jetzt bestens aus. Wo ist nur das Handy?
"Heimsieg" vollständig lesen
Donnerstag, 9. November 2006
Betriebs-Cup
Wochenlange Spannung in der Region. Der Betriebs-Cup fasziniert die
Massen, täglich gibt es Zeitungsberichte, Radioreportagen und
Interviews. Kernfragen:
Ist die Feuerwehr mit Harmi und Karlchen nur Außenseiter oder Geheimfavorit?
Kann Karlchen sich zum besten Torhüter des Turniers empfehlen?
Wie fit ist Harmi und kann er sich zum letzten Turnier noch steigern?
Wer wirft das Tor des Tages?
Finden Klara und die Mädels den Weg vom Step-Aerobic zur Sporthalle oder verfahren sie sich?
Freitag, 16:45. Harmi erscheint mit seiner achtundzwanzig Jahre alten
Adidas-Sporttasche an der Halle und trifft prompt ein paar alte
Weggefährten und Widersacher. Großes Hallo und Händeschütteln. „Mensch
Harmi, lebst du auch noch? Wusste gar nicht, dass du auch noch spielst.
Hi Harmi, Schuhe noch mal wieder ausgegraben? Wo kann man die
Sporttasche denn kaufen?“ Wenn die wüssten….
Klar, dass die Halle nahezu bis auf den letzten Sitzplatz gefüllt ist,
zumindest in der Cafeteria. Die Jungs von der Feuerwehr und Karlchen
sind schon da und laufen sich warm. Harmi sucht sich ein Trikot aus dem
Koffer und schlüpft in die Fritz-Walter-Gedenkhose. Mensch, wir haben
sogar Socken! Geil! Warum sind die denn unten offen und haben da nur
einen schmalen Streifen? Hinnerk klärt Harmi auf: „Das sind Stutzen für
Schienbeinschoner.“ Mein Gott, wer hat bloß einen Trikotsatz für
Fußballer bestellt? Und schon geht es los mit aufwärmen. Menschenskind,
sind die Bälle groß, mit den Einser Bällen bei der weiblichen C kann
man viel besser werfen. Wo um Himmels Willen ist nur Harmis
Sportbrille? Egal, spielen wir bei Minus vier Dioptrien halt ohne…. Und
wo ist Michi? Michi ist unsere Hoffnung, der spielt bei uns in der
Ersten und kann unheimlich gut werfen, den könnte Harmi doch ein wenig
in Szene setzen.
"Betriebs-Cup" vollständig lesen
Mittwoch, 18. Oktober 2006
Herbstferien. Die Mädels kommen bestens gelaunt zum Training und ärgern
sich nur, dass wir jetzt vier Wochen spielfrei haben. Gleichzeitig
scheinen sie sich zu langweilen und chatten Harmis Gästebuch voll.
Harmi hatte Organisationstalent Klara gebeten, sich mal was
„Nichthandballerisches“ auszudenken, um den Teenies die Langeweile
auszutreiben. Die lässt sich natürlich nicht zweimal bitten und freut
sich, dass sie mal wieder gefragt ist. Zum nächsten Training erscheint
sie prompt mit einer Einladung für Harmi und Karlchen nebst
Gemahlinnen: Ökumenische Weinprobe im Männergesprächskreiszimmer des
Gemeindehauses der neuapostolisch-orthodoxen Kirchengemeinde. Besäufnis
im Namen des Herrn mit evantholischen und kathogelischen Mitbürgern,
gute Idee! Aber halt! Hatten wir nicht tags darauf ein Spiel? Ja, aber
erst um 14:15 Uhr, bis dahin sollte der Kater verschwunden sein.
Harmi: „Super Klara, da kommen wir gerne, aber hast du dir schon was für unsere Mädels ausgedacht?“
Klaras Augen leuchten: „Hab ich, und für die Muttis und Vatis auch
gleich. Ich gehe mit den Mädels und den Muttis zum Step-Aerobic und
anschließend zum Betriebs-Cup. Die Väter können dann gleich zum Turnier
gehen, den Bierbauch pflegen und euch anfeuern.“
Harmi und Karlchen schauen sich verdutzt an. Betriebs-Cup? Da war doch
was? Einmal jährlich spielen verschiedene Betriebe, Behörden, usw. ein
Handballturnier um den Betriebs-Cup. Harmi ist nebenbei bei der
Freiwilligen Feuerwehr und macht natürlich mit, Karlchen darf als
Polizist eine Gastrolle im Team „Retten, löschen, bergen, schützen“
einnehmen, da sich sicherlich wieder kein Torwart findet. Woher weiß
Klara denn schon wieder, dass wir da auch mitspielen? Und muss die das
denn ausgerechnet unseren Mädels verraten? Das fehlte uns jetzt auch
noch, dass unser Stehaufmännchen dort mit der Rasselbande und den
Eltern aufkreuzt und die sehen, wie Harmi und Karlchen sich blamieren.
"Ferien" vollständig lesen
Donnerstag, 12. Oktober 2006
Testspiel. Heute wird mal alles getestet, was in den letzten
Meisterschaftsspielen zu kurz gekommen ist. Mary und Jenne konnten sich
gegen unsere Mutantengegner am Kreis nicht so wirklich in Szene setzen,
teilweise waren sie hinter den Fleischbergen gar nicht zu sehn.
Rückraumspielerinnen haben wir viele, da muss unsere Athletin Caro mal
am Kreis ran. Die guckt zunächst wie ein frisch befruchtetes
Eichhörnchen, als Harmi ihr den genialen Schachzug mitteilt. Kurze
Erläuterung, wie sie sich zu verhalten hat und los geht’s.
Im letzten Testspiel gegen den gleichen Gegner hatte Harmi
pflichtbewusst versucht, der RTK zu folgen und eine sehr offensive
Verdrängerabwehr gespielt. Unser Gegner hatte es dankbar angenommen und
uns in Grund und Boden gespielt. Gleichzeitig hatte der 1:5-Riegel
unserem Rückraum nur wenig Entfaltungsmöglichkeiten gegeben. Also
weniger Offensive, mehr einrücken, fallen lassen, usw. Vorne viel
Parallelstoß geübt. Und natürlich Harmis Lieblingsübungen: Über den
Block werfen, Freiwürfe, usw.
"Testspiel" vollständig lesen
Donnerstag, 5. Oktober 2006
Fünftes Spiel in viereinhalb Wochen. Zweimal lange gut gespielt und am
Ende doch verloren, zweimal eine deftige Packung abgeholt. Das kann nur
am schlechten Training liegen. Harmi steht voll mit dem Rücken zur Wand
und überlegt, bei einer erneuten Niederlage auf der anschließenden
Pressekonferenz dem Vorstand seinen Rücktritt anzubieten.
Tag der deutschen Einheit, 15:30 Uhr Spielbeginn, 14:30 Uhr treffen.
Tore aufbauen, usw. Die Mädels ziehen sich um und kommen in die Halle.
Harmi dirigiert sie sofort zurück in die Kabine. Krisensitzung. Harmi
redet fünf Minuten ununterbrochen auf die Mädels ein. Mannschaftsgeist,
Einer für alle, keine Cliquenbildung, gemeinsam sind wir stark, wir
schaffen das, usw. Volles Programm. Die Mädels hören aufmerksam zu und
einige scheinen sich angesprochen zu fühlen. Harmi lobt noch mal Caros
eisernen Willen, auch bei einem Rückstand von 13 Toren fünf Minuten vor
Spielende die Zähne zusammen zu beißen, weiter zu kämpfen und ihre
gerade eingewechselte Gegenspielerin weich zu kochen, anstatt sich
wehleidig auf die Bank zu setzen. Das sitzt! Dann noch mal der Hinweis,
sich nicht immer verprügeln zu lassen, sondern selbst auch mal
anzupacken. Und am Tag der deutschen Einheit sollten wir dann auch mal
als Einheit auftreten. Libero Johanne ist nicht da, also muss Sabine
von den anderen unterstützt werden! Wer nicht auf der Ballseite ist,
rückt ein. Die Abwehr beschützt die Torhüter, dafür gleichen die dann
mal die Fehler der Abwehr aus! Und jetzt ab zum Aufwärmen!
"Erster Sieg!" vollständig lesen
Mittwoch, 4. Oktober 2006
Und wieder ein Auswärtsspiel. Alle sind beinahe nahezu etwas ziemlich
einigermaßen fast pünktlich. Schnell eben den Ausdruck des
Routenplaners und die Handynummern verteilt und gemerkt, dass die ganze
Arbeit umsonst war. Weil mehrere Spielerinnen fehlen, darf Lotta aus
der D1 mitspielen. Lottas Vater Heinrich will unbedingt fahren, weil
Lotta beim Autofahren immer schlecht wird. Er hat ein schickes
Navigerät aus dem Hause Albrecht Feinkost, was uns den Blick auf die
Landkarte erspart.
"Navigationsgeräte" vollständig lesen
Dienstag, 26. September 2006
Heimspiel. Harmi hat an alles gedacht, sogar den Hallenschlüssel hat er
dabei. Halle aufschließen, Licht einschalten, Tribüne öffnen, Tore,
Bänke und Zeitnehmertisch aufbauen. Puuuh, ist das anstrengend. Gut,
dass Harmi und Karlchen schon eine Stunde vor Spielbeginn da sind.
Hoffentlich funktioniert die Uhr. Jawohl, auch das klappt. Die ersten Mädels trudeln auch ein. „Wo sind die Trikots?“
Harmi: „Die hat Lisa mitgenommen, die müsste aber schon da sein“
Lisa ist auch schon da, sitzt aber in einer anderen Kabine, inklusive
Trikotkoffer und wundert sich, dass sie die einzige ist, die schon da
ist. Nach kurzer, aber intensiver Diskussion unter weiß auch Lisa
jetzt, dass ihre Mannschaftskameradinnen bei Heimspielen Kabine 3
nehmen.
"Heimspiel..." vollständig lesen
Montag, 18. September 2006
Da ist es nun, das erste Auswärtsspiel der Saison. 160 km entfernt.
Zwei männliche Fahrer aus dem Elternlager und Harmis Lieblingsmütter
Klara und Edda müssen fahren. Die beiden Damen sind schon ein wenig
nervös, aber Harmi und Karlchen sind ja auch noch da.
Edda hatte sich in genau der gleichen Stadt schon einmal verfahren und
war mit vier Leistungsträgern im Auto erst zur zweiten Halbzeit
erschienen. Karlchen kennt sich dort gut aus, also verdonnert Harmi
ihn, mit Edda zu fahren und sie nicht zu ärgern, sondern moralische
Aufbauarbeit zu leisten.
Klara ist ja sonst eigentlich auch vor nix bange, gibt aber kleinlaut
zu, dass sie es mit dem Orientierungssinn dann doch nicht so pralle
hat. Ein Fall für Harmi. Der quartiert sich mit dem Ausdruck des
Routenplaners gleich mal vorne rechts in Klaras Passat Variant ein. Das
garantiert spannende und humorvolle Unterhaltung, mindestens drei
Stunden Ablenkung vor und nach dem Spiel!
"Auswärtsspiel" vollständig lesen
Dienstag, 12. September 2006
Da freut man sich auf das erste Saisonspiel und dann kommt gleich die
Horrormeldung, dass Johanna und Jutta nicht mitspielen können. Beide
hatten sich den Finger verstaucht. Da Johanna in den letzten
Qualispielen als Libero über sich heraus gewachsen ist und mit Caro als
Vorderfrau im Abwehrzentrum kaum etwas anbrennen lassen hat, ist das
natürlich ein Hammer. Jutta hatte sich auch in den letzten Qualispielen
gesteigert und regelmäßig von den Außenpositionen getroffen und war
auch im Abwehrzentrum einsetzbar.
Also Umbau. Caro wandert von vorne Mitte an den Kreis und soll als
Libero mit ihren endlos langen Armen immer da rumfuchteln, wo jemand in
Richtung Tor durchbricht, Sabine kann auf vorne Mitte zeigen, dass sie
nicht nur beim Training stark im Spiel 1:1 ist.
"Unfassbar..." vollständig lesen
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