Herbstferien. Die Mädels kommen bestens gelaunt zum Training und ärgern
sich nur, dass wir jetzt vier Wochen spielfrei haben. Gleichzeitig
scheinen sie sich zu langweilen und chatten Harmis Gästebuch voll.
Harmi hatte Organisationstalent Klara gebeten, sich mal was
„Nichthandballerisches“ auszudenken, um den Teenies die Langeweile
auszutreiben. Die lässt sich natürlich nicht zweimal bitten und freut
sich, dass sie mal wieder gefragt ist. Zum nächsten Training erscheint
sie prompt mit einer Einladung für Harmi und Karlchen nebst
Gemahlinnen: Ökumenische Weinprobe im Männergesprächskreiszimmer des
Gemeindehauses der neuapostolisch-orthodoxen Kirchengemeinde. Besäufnis
im Namen des Herrn mit evantholischen und kathogelischen Mitbürgern,
gute Idee! Aber halt! Hatten wir nicht tags darauf ein Spiel? Ja, aber
erst um 14:15 Uhr, bis dahin sollte der Kater verschwunden sein.
Harmi: „Super Klara, da kommen wir gerne, aber hast du dir schon was für unsere Mädels ausgedacht?“
Klaras Augen leuchten: „Hab ich, und für die Muttis und Vatis auch
gleich. Ich gehe mit den Mädels und den Muttis zum Step-Aerobic und
anschließend zum Betriebs-Cup. Die Väter können dann gleich zum Turnier
gehen, den Bierbauch pflegen und euch anfeuern.“
Harmi und Karlchen schauen sich verdutzt an. Betriebs-Cup? Da war doch
was? Einmal jährlich spielen verschiedene Betriebe, Behörden, usw. ein
Handballturnier um den Betriebs-Cup. Harmi ist nebenbei bei der
Freiwilligen Feuerwehr und macht natürlich mit, Karlchen darf als
Polizist eine Gastrolle im Team „Retten, löschen, bergen, schützen“
einnehmen, da sich sicherlich wieder kein Torwart findet. Woher weiß
Klara denn schon wieder, dass wir da auch mitspielen? Und muss die das
denn ausgerechnet unseren Mädels verraten? Das fehlte uns jetzt auch
noch, dass unser Stehaufmännchen dort mit der Rasselbande und den
Eltern aufkreuzt und die sehen, wie Harmi und Karlchen sich blamieren.